Zu Ostern sah ich ein Video auf Youtube, in dem Mark Biltz über die Zeichen des Himmels erzählte, die Wege Gottes sind, um mit den Menschen zu sprechen. In dem Video untersucht er im besonderen die Bedeutungen des Vollmondes und die vier aufeinander folgende Vollmonde in diesem Jahr, die alle an einem jüdischen Feiertag stattfinden. Ich sah dieses Video gerade am 4.4.2015, an dem der zweite Vollmond dieser Serie zu sehen war. Diese Gedanken waren faszinierend. Absolut fantastisch, dachte ich. Gott ist allmächtig. Sogar die Kreuzigung Jesu fand zu der gleichen Stunde statt, an der Juden gewöhnlich ihre Opfer vorbrachten.
Diese Gedanken faszinierten mich, aber mich störte das patriarchalische Gotteskonzept, demnach Gott über allem steht, und Er den Menschen sagt, wie, wo und wann wir zu funktionieren haben. Dieses Gotteskonzept steht im krassen Widerspruch zu dem liebenden und barmherzigen Gott, den ich kenne, der seinen Tempel in meinem Herzen gebaut hat, der durch den Spiegel mit mir spricht, und der mich zu nichts zwingt, aber meine freien Entscheidungen achtet. Er erwartet von mir nur die Erfüllung zweier Gebote: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken, und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (Matthäus 22: 37-40)
Im Video wird Jesus mit dem Opferlamm gleichgesetzt, aber warum Jesus geopfert wurde, darüber wurde nicht gesprochen. Wir sollten uns bekehren und uns zu unseren Sünden bekennen, aber nicht aus dem Grund, den uns Jesus lehrt: dass Menschen in Frieden zusammen leben, lieben und einander unterstützen können. Dem Video zufolge sollten wir uns für Israel bekehren und unsere Sünden bekennen, weil Gott groß und mächtig ist: Jeder, der versucht Israel zu teilen, wird den Zorn Gottes erfahren.
Als Beispiel führt Mark Biltz an, dass nachdem die USA von Israel Maßnahmen verlangt hat, Rechte für das palästinensische Volk zu sichern, erfuhr die USA eine Naturkatastrophe nach der anderen. Aber nachdem die Vereinten Nationen die Gründung des Staates Israels genehmigte, erlebte die Wirtschaft und die Gesellschaft in den USA einen unerwarteten und beispiellosen Aufschwung.
Der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass die Rechte anderer verteidigt werden müssen, auch wenn man sich selbst dabei schadet. Angst ist kein Grund, etwas zu verweigern, was sich richtig anfühlt.
Ich fand mehrere Videos, die mir halfen das patriarchalische Gotteskonzept besser zu verstehen, das meiner Meinung nach zur Bildung einer hierarchischen Gesellschaft geführt hat. Dabei bemerkte ich im Diskussionsforum folgenden Kommentar: „Das ist wieder so ein zionistisches Propagandavideo.“
Wer sind die Zionisten, fragte ich mich. Mark Biltz sagt im Video, dass Zion auf Hebräisch Jerusalem bedeutet. Was für eine Propaganda steckt dahinter?
Für mich war das eine große Überraschung, dass die orthodoxen Juden nie für sich selbst einen eigenen Staat verlangt haben. Vor der Gründung des jüdischen Staates gab der Oberrabbiner Yosef Tzvi Dushinsky (1867-1948) persönlich eine Petition den Vereinten Nationen im Auftrag von 60.000 Mitglieder seiner Gemeinschaft ab: „Wir möchten ausdrücklich erklären, dass wir gegen die Gründung eines jüdischen Staates auf Palästinagebiet sind.“
Die orthodoxen Juden waren gegen die Gründung eines jüdischen Staates aus dem Grund, weil Gott es ausdrücklich verboten hatte. Die Juden haben ihre eigene Ansicht über ihr Recht auf das „gelobte Land“, nur in dem Zusammenhang wie sie im Einklang mit dem Willen Gottes handeln. Die Diaspora, demnach die Juden getrennt voneinander auf der ganzen Welt leben müssen, ist eine von Gott selbst verhängte Strafe für sie, und diese Angelegenheit kann nur im göttlichen Einvernehmen geregelt werden. Im 23.Kapitel des Matthäus Evangelium steht dies so geschrieben.
Die biblische Lehre über Sühne lautet: „Darin besteht die Liebe – nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden“ (1 Johannes 4:10). Wir sollen unseren Retter willkommen heißen.
Wie ist es möglich, dass Mark Biltz, der diese Sache offenbar sehr sorgfältig untersucht, die Gründung Israels als jüdischen Sieg darstellt, obwohl die orthodoxen Juden, die im gelobten Land lebten, gegen die Gründung eines israelischen Staates waren? Die Zeichen des Siegs zeigten sich nach der Meinung von Mark Biltz im Himmel in den Jahren 1949 und 1950 als vier Vollmonde (Blutmond).
Was ist, wenn Mark Biltz die Zeichen Gottes falsch interpretiert hat? Was ist, wenn der Blutmond ein Zeichen dafür war, dass die Juden wieder einmal sich von Gott abgewandt hatten? Im Jahr 1948 geschah in der jüdischen Gemeinschaft auch eine andere bedeutende Sache: Der Rabbi Yosef Tzvi Dushinsky starb, wahrscheinlich wurde er am Vorabend des Laubhüttenfests (Sukkot) ermordet.
Trotz der Einwände der orthodoxen Juden, genehmigten die Vereinten Nationen den Juden die Gründung des israelischen Staates und vertrieben die dort ansässigen Arabern aus ihren Häusern. Nach der Gründung des israelischen Staates wurde unter Juden der Judennationalismus, Zionismus gestärkt.
Zionismus ist eine separatistische, politische Ideologie, die die Vorrechte der Juden als gotterwähltes Volk hervorhebt. Die orthodoxen Juden dagegen verbieten jegliche Formen von Machtbestrebungen.
Das Programm des Zionismus wird in dem Buch „The Protocols of the Learned Elders of Zion“ (Die 24 Protokolle der Weisen von Zion) vorgestellt. Hier nur eine kurze Zusammenfassung:
Die Gojim (Nichtjuden) sind den Juden geistig unterlegen, und sind nicht in der Lage, ihr Volk richtig zu führen. Wir müssen all unsere Interessen bedenken und die Regierungen der Anderen abschaffen, um sie mit einer Weltregierung zu ersetzen. Das bedeutet viel Zeitaufwand und Blutvergießen, aber der Zweck heiligt die Mittel. Die Verwirklichung des Programms verlangt folgende Maßnahmen:
- Einsetzung eigener Vertreter und Assistenten auf allen Stufen in der Verwaltung.
- Verwendung der Medien als eigener Propagandaapparat, um eigene Pläne zu fördern.
- Aufhetzung verschiedener Rassen, Gesellschaftsklassen und Religionen gegeneinander.
- Gebrauch von Bestechungen, Drohungen und Erpressungen zur Verwirklichung eigener Ziele.
- Schaffung von Freimaurerlogen zur Anlockung von Staatsbeamten.
- Erhöhung des Egos erfolgreicher Menschen.
- Ernennung von Marionettenpolitiker, die man mit Erpressung steuern kann.
- Ersetzung von Unabhängigkeit und Souveranität mit sozialistischer Führung mit dem Ziel Kommunismus, danach Despotismus.
- Entfernung aller anderen Rechte und Freiheiten, außer unser eigenes Recht, Gewalt anzuwenden.
- Opferung von Menschen (auch von Juden) wenn notwendig.
- Abschaffung von Religionen: Diese werden mit wissenschaftlicher Weltanschauung und Materialismus ersetzt.
- Kontrolle der Bildung zur Ausbreitung der Täuschung und zur Zerstörung der Intelligenz.
- Neuschreibung von Geschichte und Betonung des eigenen positiven Einflusses.
- Schaffung der Unterhaltungsprogramme, um Aufmerksamkeit zu zerstreuen.
- Die Verunreinigung des menschlichen Geistes mit Perversion.
- Ermunterung von Menschen, sich untereinander auszuspionieren.
- Haltung der Volksmasse in Armut und mit unaufhörlicher Arbeit.
- Beschlagnahme aller wahren Reichtümer und Besitztümer, insbesondere Gold.
- Verwendung von Gold zur Manipulation der Märkte um Depressionen und Flauten zu verursachen etc…
Darin erkennt man die Agenda der Illuminaten, die auf dem patriarchalischen Gotteskonzept in der Welt basiert. Meine eigene Ansicht ist, dass 1948, als Israel gegründet wurde, sich der Antichrist offiziell auf den Thron Gottes in Jerusalem gesetzt hat. Wie kann man sonst das jahrzehntelange Blutvergießen und repressive Politik erklären?
Der vierte Vollmond (Supermond) zeigt sich dieses Jahr am 28.9., am Tag des jüdischen Laubhüttenfestes (Sukkot). Dann sind 67 Jahre seit dem Tod des Rabbi Yosef Tzvi Dushinsky vergangen. Ein Kreis schließt sich.
Das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den Herrn!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken! (Jeremia 31:31-34)